Kirchen in der Region

Dorfkirche Kulkwitz

Im historischen Ortsteil Kulkwitz steht eine der ältesten Kirchen in Sachsen. In ihrer äußeren Erscheinung mutet sie wie eine Wehrkirche Kulkwitz an. Sie wird auf das 12. Jahrhundert datiert und ist im romanischen Stil erbaut. Bei Restaurierungsarbeiten im Jahr 2015 wurde ein kulturhistorischer Schatz entdeckt. In der Apsis wurde eine Malerei, vermutlich aus dem 13. Jahrhundert, freigelegt. Die sehr qualitätsvolle und gut erhaltene Wandmalerei zeigt eine Darstellung der „Majestas Domini“. Üblicherweise werden derartige byzantinische Bildnisse vorwiegend im süddeutschen Raum angefunden. Im hier geprägt slawischen Raum sind sie sehr selten.
 
Die bisher freigelegten Elemente zeigen eine figürliche Ausmalung. In der Apsiskalotte der Kirche ist die Darstellung einer „Majestas Domini“ erkennbar. Dabei wird Christus auf einem Thron jeweils von zwei Figuren umrahmt. Auch zu sehen ist eine Figur mit Flügeln und weiblich anmutenden Gesichtszügen, die eine Kette mit einem griechischen Kreuz trägt. Die Zeichnung der Gesichter, die feinen Details am Thron und die vielschichtigen geometrischen Ornamente auf den Gewändern zeugen von einer hohen malerischen Qualität der Ausführungen.

 

Barocke Kirche Schkeitbar

Die barocke Kirche in Schkeitbar ist ein bedeutendes Baudenkmal im ländlichen Raum. Bei den Besuchern hinterlässt sie einen bleibenden Eindruck von Schönheit und Anmut. Die Kirche wurde am 25. November 1742 feierlich eingeweiht. Dabei wurde sie auf den Grundmauern der ersten Kirche aus dem frühen 11. Jahrhundert errichtet. Der im Kern aus dem 12. Jahrhundert stammende Westturm wurde 1766 erneuert. Wer die Kirche betritt, ist unweigerlich beeindruckt von der zweigeschossigen Empore mit ihren marmorierten Brüstungsfeldern und dem barocken Kanzelaltar. Im Jahr 1788 erhielt die Schkeitbarer Kirche eine Orgel von Johann Gottfried Krug. Auch sie in ist farblich, wie die gesamte Kirche, in weiß-gold gehalten.

 

Kirche Quesitz

Die barocke Kirche im Ortsteil Quesitz wurde von 1751 bis 1773 erbaut. Zum Inventar zählt ein mit Rokoko-Ornamenten verzierter Kanzelalter aus der Bauphase. Der edle Taufstein stammt aus dem Jahr 1515. Während der Völkerschlacht verheizten die Heereseinheiten der französischen Armee das wertvolle Kirchenholzwerk und die Orgel. Erst nach und nach konnte die Innenausstattung wieder rekonstruiert und die Orgel im Jahr 1819 ersetzt werden.